Yaiza   - 1 -
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Mein Name ist Yaiza. Ich heisse so wie meine kleine Vorgängerin, die ähnlich aussah wie ich. Sie war es, die meine Mama für den Tierschutz sensibel machte. Um dieser kleinen, starken Katze zu gedenken, wurde ich auch so genannt (siehe Geschichte „kleine Yaiza). Mein Name kommt aus Lanzarote, wo es vor vielen Jahrhunderten eine Guanchenprinzessin mit diesem Namen gab (Guanchen = Einheimische der Kanaren). Außerdem heisst das hübscheste Dörfchen der Insel so, das schon mehrfach prämiert wurde.

Ich komme aus dem Tierheim SARA auf Lanzarote, wo mich eine liebe Tierschützerin abgab, die meine Geschwister und mich vor dem sicheren Tod rettete. Wir wurden in einer Hotelanlage in Puerto del Carmen geboren und obwohl unsere Mama versuchte, uns vor allem Bösen zu beschützen, nahmen uns ständig irgendwelche Kinder auf den Arm und waren sehr grob mit uns. Eines nachts kamen Männer und fingen meine Mama. Wir Kinder saßen in unserem Versteck und machten keinen Mucks, denn so hatte es uns unsere Mama gelehrt. Sie wehrte sich mit aller Kraft gegen diese groben Männer, aber sie hatte keine Chance und dann….. erschlugen sie sie mit einem dicken Stock. Ich schloss die Augen und mir rann eine dicke Träne über mein bepelztes Gesichtchen. Dann warfen die Männer den leblosen Katzenkörper in einen schwarzen Plastiksack und suchten nach uns. Glücklicherweise hatte Mama für uns ein sehr gutes Versteck gesucht und sie fanden uns nicht obwohl meinen Geschwistern und mir ein ersticktes Schluchzen vor Trauer über das Gesehene entwich.
Nach einer Weile verschwanden die Mörder und wir kauerten uns zusammen und weinten. Von nun an waren wir auf uns alleine gestellt und mussten zusehen, wie wir zurecht kamen. Ich beschloss die nähere Umgebung zu erkunden und mein Territorium wurde täglich größer. Dort machte ich auch die sehr schmerzhafte Erfahrung mit einem Hund, der mir auflauerte und mich jagte. Ich rannte so schnell ich konnte, trotzdem bekam er mich zu fassen. Er verletzte mich an meiner Unterlippe und es blutete furchtbar. Ich konnte mich im letzten Moment auf die Mauer des Hotels retten und schlich zurück zu meinen Geschwistern. In unserem Versteck brachte ich Tage und Nächte zu und rührte mich fast nicht, denn meine Unterlippe war ein Stück vom Kiefer abgetrennt und schmerzte fürchterlich. Langsam wuchs es zu und es tat nicht mehr so weh und ich konnte wieder beginnen, vorsichtig etwas zu essen.
Dann eines Tages kam plötzlich diese Tierschützerin in die Hotelanlage und entdeckte uns kleine, misstrauische Bündel. Sie sammelte uns auf, obwohl wir uns beissend und fauchend wehrten, so wie wir es bei unsere Mutter gesehen hatten und brachte uns kurzerhand zum Tierheim SARA.

Dort gab es sehr viel Katzen und auch Hunde in jeder Farbe, Größe und jeden Alters. Es war sehr laut durch das vielfache Miauen, Bellen, Winseln, Heulen und Fauchen, aber wir gewöhnten uns daran und lernten für unser Geschäft ein Kistchen zu benutzen und dass wir unser Fressen nicht mehr erjagen mussten. Leider wurden meine Geschwister und ich dort sehr krank. Wir bekamen alle einen schlimmen Schnupfen mit hohem Fieber und tränenden, entzündeten Augen. Es ging uns sehr schlecht und wir bekamen Spritzen und Medikamente. Es dauerte eine Woche, bis wir wieder auf dem Wege der Besserung waren. Dann eines Tages kam plötzlich unsere dortige Katzenmama Andrea an unseren Käfig, nahm mich auf den Arm und sagte zu mir:“ So, meine Kleine, es wird Zeit, Dich von Deinen Geschwistern zu verabschieden. Du gehst jetzt auf eine große Reise in ein anderes Land, wo Dich liebe Menschen und ein kleiner Spielgefährte erwarten.“

 
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