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Mein Name ist Yaiza. Ich heisse so wie meine
kleine Vorgängerin, die ähnlich aussah
wie ich. Sie war es, die meine Mama für den Tierschutz sensibel machte. Um dieser
kleinen, starken Katze zu gedenken, wurde ich auch so genannt (siehe
Geschichte „kleine Yaiza“). Mein Name kommt aus Lanzarote, wo es vor
vielen Jahrhunderten eine Guanchenprinzessin mit diesem Namen gab (Guanchen = Einheimische der Kanaren). Außerdem heisst das hübscheste
Dörfchen der Insel so, das schon mehrfach prämiert wurde.
Ich komme aus dem Tierheim SARA auf Lanzarote, wo mich eine liebe
Tierschützerin abgab, die meine Geschwister und mich vor dem sicheren
Tod rettete. Wir wurden in einer Hotelanlage in Puerto del Carmen
geboren und obwohl unsere Mama versuchte, uns vor allem Bösen zu
beschützen, nahmen uns ständig irgendwelche Kinder auf den Arm und waren
sehr grob mit uns. Eines nachts kamen Männer und fingen meine Mama. Wir
Kinder saßen in unserem Versteck und machten keinen Mucks, denn so hatte
es uns unsere Mama gelehrt. Sie wehrte sich mit aller Kraft gegen diese
groben Männer, aber sie hatte keine Chance und dann….. erschlugen sie
sie mit einem dicken Stock. Ich schloss die Augen und mir rann eine
dicke Träne über mein bepelztes Gesichtchen. Dann warfen die Männer den
leblosen Katzenkörper in einen schwarzen Plastiksack und suchten nach
uns. Glücklicherweise hatte Mama für uns ein sehr gutes Versteck gesucht
und sie fanden uns nicht obwohl meinen Geschwistern und mir ein
ersticktes Schluchzen vor Trauer über das Gesehene entwich.
Nach einer Weile verschwanden die Mörder und wir kauerten uns zusammen
und weinten. Von nun an waren wir auf uns alleine gestellt und mussten
zusehen, wie wir zurecht kamen. Ich beschloss die nähere Umgebung zu
erkunden und mein Territorium wurde täglich größer. Dort machte ich auch
die sehr schmerzhafte Erfahrung mit einem Hund, der mir auflauerte und
mich jagte. Ich rannte so schnell ich konnte, trotzdem bekam er mich zu
fassen. Er verletzte mich an meiner Unterlippe und es blutete furchtbar.
Ich konnte mich im letzten Moment auf die Mauer des Hotels retten und
schlich zurück zu meinen Geschwistern. In unserem Versteck brachte ich
Tage und Nächte zu und rührte mich fast nicht, denn meine Unterlippe war
ein Stück vom Kiefer abgetrennt und schmerzte fürchterlich. Langsam
wuchs es zu und es tat nicht mehr so weh und ich konnte wieder beginnen,
vorsichtig etwas zu essen.
Dann eines Tages kam plötzlich diese Tierschützerin in die Hotelanlage
und entdeckte uns kleine, misstrauische Bündel. Sie sammelte uns auf,
obwohl wir uns beissend und fauchend wehrten, so wie wir es bei unsere
Mutter gesehen hatten und brachte uns kurzerhand zum Tierheim SARA.
Dort gab es sehr viel Katzen und auch Hunde in jeder Farbe, Größe und
jeden Alters. Es war sehr laut durch das vielfache Miauen, Bellen,
Winseln, Heulen und Fauchen, aber wir gewöhnten uns daran und lernten
für unser Geschäft ein Kistchen zu benutzen und dass wir unser Fressen
nicht mehr erjagen mussten. Leider wurden meine Geschwister und ich dort
sehr krank. Wir bekamen alle einen schlimmen Schnupfen mit hohem Fieber
und tränenden, entzündeten Augen. Es ging uns sehr schlecht und wir
bekamen Spritzen und Medikamente. Es dauerte eine Woche, bis wir wieder
auf dem Wege der Besserung waren. Dann eines Tages kam plötzlich unsere
dortige Katzenmama Andrea an unseren Käfig, nahm mich auf den Arm und
sagte zu mir:“ So, meine Kleine, es wird Zeit, Dich von Deinen
Geschwistern zu verabschieden. Du gehst jetzt auf eine große Reise in
ein anderes Land, wo Dich liebe Menschen und ein kleiner Spielgefährte
erwarten.“
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