Lola   - 1 -
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Als letztes Jahr feststand, daß ich mit meinen drei Miezen in eine größere Wohnung ziehen würde, fing ich an im Internet nach einer Katze zu schauen. Denn ich hatte mir überlegt, daß ich gerne noch eine weitere Katze bei mir aufnehmen möchte. Da Little Joe und Pucki schon

 

im Rentenalter sind und das Paulchen erst fünf Jahre alt ist, wollte ich eine Katze, die ungefähr in seinem Alter ist, so daß die beiden miteinander spielen und auch zusammen alt werden können.

Also habe ich mich im Internet auf der Seite www.tieresucheneinzuhause.de umgeschaut. Dabei bin ich auf eine Seite aufmerksam geworden, www.katzenheim-roquetas.de, die Katzen aus dem Ausland nach Deutschland vermittelt. Auf dieser Seite konnte ich verschiedene Berichte lesen, wie Hunde, Katzen und andere Tiere im Ausland, vor allem in südlichen Ländern, von den Einheimischen behandelt werden. Mich hat es oft Überwindung gekostet diese

Lola heute

 

Berichte zu lesen und vor allem die Fotos anzuschauen, und auch jetzt sitzt mir wieder ein Kloß im Hals, wenn ich an diese schrecklichen Bilder denke. Daher stand für mich fest, daß ich auf jeden Fall einer Katze aus dem Ausland ein neues zu Hause geben möchte.

 

Auf der Roquetas-Homepage war auch eine Seite mit befreundeten Links. Dort fand ich dann www.tatzenspuren.de. Im Februar entdeckte ich auf dieser Seite Lola. Der Funke ist sofort übergesprungen, obwohl die Fotos von ihr ziemlich traurig waren, da ihr ein Auge heraus operiert worden war, weil der Mensch, bei dem sie vorher lebte, eine Bindehaut- entzündung nicht behandeln ließ und sie dann bei der La Rosaleda einfach „entsorgte“.

Jetzt war das Problem, daß unsere Wohnung noch nicht fertig war. Also habe ich immer gehofft, daß ihr Bild noch da ist, wenn ich das nächste Mal auf „tatzenspuren.de“ gehe. Als wir dann endlich im April in die neue Wohnung ziehen konnten, brauchte es auch noch einige Zeit bis Pucki und Paul sich an die neue Umgebung gewöhnt hatten. Aber dann habe ich Ende April eine e-mail an Frau Paterson, die das Tierheim auf Teneriffa leitet, geschrieben und jeden Tag auf Antwort

 
 

LOLA am Tag nach der Operation.

gehofft. Am vierten Tag hatte ich immer noch keine e-mail in meinem Postfach und ich befürchtete, daß meine Mail überhaupt nicht angekommen war. Also nahm ich mein Telefon und rief bei ihr an, obwohl mir etwas mulmig zumute war, da ich nicht wusste, was ich sagen sollte, wenn am anderen Ende jemand anderes aus dem Katzenheim war und nur spanisch sprechen konnte. Aber Frau Paterson selbst war am Apparat. Ich sagte ihr wer ich bin und daß ich Lola gerne adoptieren würde.
 

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