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Warum Tierschutz
in Spanien ?
(Bericht vom Tierschutzverein Santorini)
In Spanien ist es verboten, seine Hunde frei herumlaufen zu lassen. Jede
Gemeinde hat die Pflicht streunende Hunde einzufangen. Sie beschäftigt
dafür einen Hundefänger und unterhält eine Perrera (=
Hundeauffangstation). Die Aufgabe des Hundefängers ist es, in seiner
Gemeinde herumzufahren und freilaufende Hunde einzusammeln und
mitzunehmen. Wir sind auf Lanzarote schon heimlich den Hundefängern
gefolgt und mussten beobachten, wie Hunde regelrecht vom Grundstück
gelockt wurden, oder Tieren, die nur zwei Meter vom Hoftor am
benachbarten brachliegenden Grundstück schnuffelten, der Weg
abgeschnitten wurde, als sie schnell zurücklaufen wollten. Ob diese
angestellten Hundefänger einen Erfolgsdruck haben, weil sie vielleicht
Kopfgeld pro Hund bekommen, wissen wir nicht. Jedenfalls schienen sie
sehr beflissen, auch wirklich Tiere zu erwischen. Übrigens gilt in
Spanien auch beim gemeinsamen Gassigehen Leinenzwang. Es ist schon
vorgekommen, dass Hunde per Drahtschlinge direkt vom Auto aus auf den
Tierfängerwagen gehievt wurden, obwohl sie nur wenige Meter vor ihren
Leuten herliefen- aber eben ohne Leine.
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Die Perreras, in die die
Tiere dann verbracht werden sind häufig in einem schlimmen und
annehmbaren Zustand. Oft sind es alte Schweineställe, die
umfunktioniert wurden. Die einzelnen Abteilungen bestehen immer aus
kahlem Beton manchmal Gittertür, manchmal auch mit Türen ohne
Fenster, wo die Hunde nicht mal nach draußen sehen können und in
dunklen feuchten Löchern sitzen. Wir haben schon Perreras gesehen
mit unvorstellbar verdreckten Zwingern, leeren oder gar nicht
vorhandenen Wasserschüsseln, völlig überbelegte |
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Tötungsstation in Yaiza
(Lanzarote)
Weit abseits der Hauptstrasse und hinter dem
Sportplatz versteckt. Es gibt keine Beschilderung und das kleine
Gebäude wirkt sehr unscheinbar. |
Ställe mit teils zitternden, abgemagerten und oft
verletzten Hunden darin. Kranke oder verwundete
Tiere werden einfach ihren Schmerzen und Leiden überlassen. Wenn sie
sterben, hat man halt eine Spritze mehr gespart! Die Zustände in den
Hundeauffangstationen sind oft grausamer, als man sich vorstellen kann.
Und dort in diesen Perreras werden die Hunde dann die gesetzlich
vorgeschrieben 21 Tage „aufbewahrt“. Eingekerkert, eingesperrt ohne je
irgendetwas Böses getan zu haben und … zum Tode verurteilt. Denn meldet
sich kein Besitzer, werden sie umgebracht. Und meistens meldet sich
keiner, denn er müsste dann Strafe bezahlen für das Freilaufenlassen
seines Hundes und er bekommt das Tier nur wieder, wenn es gechipt und
gegen Tollwut geimpft ist – da das häufig nicht der Fall ist, muss er
obendrein bei Herausgabe des Hundes auch noch die Impfung und den Chip
bezahlen. Den meisten Spaniern einfach zu teuer für nur einen Hund. Da
überlegt sich so mancher, lieber einen niedlichen kostenlosen Welpen
irgendwo aus der Nachbarschaft zu holen. Der alte hat halt Pech gehabt,
dass er so blöd war, sich von den Hundefängern erwischen zu lassen –
selbst dran Schuld.
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