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Wahrscheinlich hat es so sollen sein. So sollte es
kommen und wir können es nicht ändern. Niemand kann das. Irgendwer hat
uns unser Glück nicht gegönnt, dabei hätte alles so schön werden können.
Wir alle hätten glücklich sein können, aber es kommt manchmal anders als
man denkt und erstrecht als man hofft.
Dabei fing alles so schön an. Im April 04 trafen wir eine der besten
Entscheidungen die wir je treffen konnten, wir entschieden uns für dich.
Du hast unser Leben von diesem Zeitpunkt an so bereichert, das wir dir
dafür auf ewig dankbar sein werden. Du fasstest sehr schnell Vertrauen
zu uns, welches du auch nur uns geschenkt hast, bei allen Anderen warst
du dein Leben lang skeptisch. Wir werden das immer zu schätzen wissen.
Wir haben dich behütet als seiest du unser eigenes Kind, ging es dir mal
nicht gut, haben wir alles dran gesetzt dich wieder fit zu bekommen, ich
denke auf deine Art und Weise hast du es uns gedankt, auch wenn man es
nicht gemerkt hat. Hast du uns auch manchmal den Nerv oder den Schlaf
geraubt, mit deinem hohen Stimmchen wenn du dein Futter haben wolltest,
böse konnten wir dir nie lange sein, mit deinem treuen Blick machtest du
alles wieder gut.
Im August dieses Jahres haben wir eine weitere Entscheidung getroffen,
mit der du nun endgültig zum glücklichsten Kater werden solltest.. Wir
haben dir einen kleinen Kumpel ins Haus geholt. Die Zusammenführung war
spannend, aber ich denke wir können uns auf die Schulter klopfen, denn
schon nach 2 Wochen ging es ziemlich harmonisch zwischen euch zu. Leider
begann auch schon kurze Zeit darauf dein Leidensweg. Der kleine Kumpel
brachte einen Schnupfen mit und da du immer schon etwas empfindlicher
warst, hattest du ihn auch gleich. Die nächsten Wochen und Monate
sollten ein ständiges gerenne zum Tierarzt werden, mal du, mal er. Ein
Wochenende war es so schlimm das ich mit dir zum Notdienst fuhr. Der
päppelte dich noch einmal auf, aber leider sollte dies nicht von langer
Dauer sein. Als wir dann am 9.10. 06 wieder einmal bei unserer
Tierärztin waren, da du über Nacht kaum noch Luft bekommen hattest,
sollte für mich eine Welt zusammenbrechen. Wir machten einen Leukosetest,
der zu meinem vollen Entsetzen positiv ausfiel. Mit sowas hatte ich
irgendwie nicht gerechnet. Ich hatte bis zu dem morgen noch gedacht,
dass wir dich bestimmt wieder hinbekommen, aber ich hätte es besser
wissen müssen, als du schon am Wochenende nicht mehr auf deine Medizin
reagiertest. Unsere Tierärztin konnte nur noch sagen dass wir dich nicht
mehr retten können, die Schlacht war verloren. Ich fuhr wie benommen
nach Hause. Aber für uns war klar das wir bis zur letzten Sekunde bei
dir bleiben werden, so wie du uns die letzten Jahre treu zur Seite
gestanden hattest. Und du solltest auch deine letzte Sekunde in deinem
wohl vertrauten Heim sein und nicht auf einem kalten Stahltisch. Die
letzte Stunde lagst du auf meinem Schoß, zwischendurch hast du auch
nochmal geschnurrt. Ich glaube du wusstest was passieren würde, du
bliebst ganz friedlich auf meinem Schoß liegen und dort bist du dann
auch für immer eingeschlafen.
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