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"Kleine Yaiza,
es war ein weiter Weg, bis wir zueinander fanden und leider nur ein
sehr kurzer, den wir in dieser Welt gemeinsam beschritten. Aber die Zeit
mit Dir hat mich stark geprägt und mein weiters Tun in Sachen Tierschutz
beeinflusst."
Als ich 2001 nach vielen Überlegungen und langem Abwägen von Für und
Wider beschloss, dass ich mein Leben wieder mit einer Katze teilen
wollte, ahnte ich noch nichts von all dem Elend, das auf meiner schon
mehrfachen Urlaubsinsel Lanzarote herrschte. Nur durch Zufall stieß ich
auf die Homepage eines Fördervereines, der sich stark machte gegen das
Dauersterben und Quälen der Hunde und Katzen auf Lanzarote. Ich konnte
nicht fassen, was ich da las und war erschüttert, dass ich bisher so
blauäugig über meine geliebte Insel spaziert bin, ohne zu bemerken wie
sehr die Tiere dort Hilfe brauchen.
Ich beschloss daraufhin bei meinem nächsten Aufenthalt auf Lanzarote,
der im Mai folgen sollte, unbedingt das Tierheim SARA zu besuchen, als
Flugpatin Tiere nach Deutschland zu begleiten und eventuell auch nach
einem schnurrenden Weggefährten für mich selbst zu gucken. Ich war mir
zu dem Zeitpunkt allerdings relativ sicher, dass ich eher nicht "fündig"
werden würde, denn nach meinem Kater Komet, mit dem ich wundervolle
Jahre verbracht hatte, schien es mir unmöglich, dass noch einmal und
dann so schnell eine Katze mein Herz erobern würde.
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Tja, da kannte ich Dich, meine kleine Yaiza, ja
auch noch nicht ! Als mein damaliger Mann Ingo und ich das Tierheim
besuchten, waren wir erst einmal überwältigt von den Massen an
Hunden und Katzen, die zwar bei SARA eine Zuflucht gefunden hatten,
aber nun alle dringend ein neues zu Hause suchten. Im vorderen
Bereich des Tierheims waren nur die Hundezwinger und eine
freundliche Dame begleitete mich zu den Katzenhäusern im hinteren
Teil des |
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Gebäudes. Es war unglaublich ! Dutzende Katzen in allen Farben und Altersstufen tummelten sich dort auf
engstem Raum. Dazwischen in separaten Boxen Mütter mit Neugeborenen,
manchmal 2 Mütter zusammen, die sich gemeinsam um eine Schar von
Katzenjungen kümmerten. |
Es waren insgesamt über 50 Samtpfoten, die ALLE ein gutes zu Hause
suchten und ich stand mitten drinnen und musste das erst einmal
"verdauen". Diese Tiere waren alle liebenswert und es tat mir in der
Seele weh, sie nicht alle mitnehmen zu können, aber keines eroberte auf
Anhieb mein Herz und ich dachte schon, ich würde ohne "eigenes
Fellbündel" nach Deutschland zurück kehren. Aber nein, in dem Moment kam
etwas winzig kleines schwarz-weiss geflecktes auf mich zu gewuselt und
eh ichs mich versah, war dieses handkleine Bündel an meinem Hosenbein
empor geklettert. Ich pflückte das warme Flaumbällchen vorsichtig von
meiner Hose und betrachtetet es mir genauer. Das war der Moment, wo wir
uns das erste Mal begegneten und "Du, Yaiza, mich mit Deinen noch blauen
Äuglein ansahst und ich versuchte "hart" zu bleiben"?, denn so ein
"winziger Wurm", höchstens 4 Wochen alt war nun gar nicht das, was ich
mir vorgestellt hatte und Erfahrung hatte ich mit "sowas" auch nicht!
Also setzte ich Dich wieder zu den Anderen auf den Boden und sagte
bedauernd: "Tut mir leid, Kleine", Du musst Dir jemand anderen suchen,
den Du "erobern" kannst. Aber ich wusste da ja noch nicht, dass Du
längst für uns entschieden hattest, dass DU MICH erobern wolltest und
NIEMAND sonst! Also wuselstest Du schnurstracks wieder an meinem
Hosenbein hoch unter meinem Sweatshirt durch und direkt an meinen Hals,
wo Du Dich mit einem zarten Miezen an mich kuscheltest und ich Dein
winziges Herzchen schlagen fühlte. Ich versuchte es noch einmal
halbherzig und setzte Dich zu den Anderen an den Napf, aber ich hatte
keine Chance - Du warst schneller und in nullkommanichts wieder "auf
Deinem Posten" an meinem Hals.
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